Junges Wohnen trifft historischen Altbau

Ausgangssituation: Eine über die Jahrhunderte gewachsene Wohnung in St. Nikolaus, einem der ältesten Stadtteile Innsbrucks. In der Zeit des Historismus hatte man das mittelalterliche Haus Innstraße 67 nach Norden hin in Holzfachwerk-Bauweise erweitert. So entstand eine übergroße Haustiefe mit innen liegenden Räumen ohne Tageslicht. Die Bauherrenfamilie – zwei Generationen mit unterschiedlichen Bedürfnissen – wünschte sich jedoch eine bessere Belichtung in jederzeit trennbaren Wohnbereichen.

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Umbau Wohnung Innstrasse Bad

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Gemeinsam mit den Nutzern wurde das Konzept zweier offener Wohneinheiten mit jeweils eigenem Bad entwickelt. Das Verbindende bildet die Küche, welche man direkt über den Eingangsbereich betritt. Daran anschließend – vor Elternschlafzimmer und -bad – liegt der gemeinsam genutzte Wohnraum, in den das alte Fachwerk liebevoll integriert wurde. 

Die große architektonische Herausforderung bestand darin, mehr Licht auch in die innen liegenden Räume zu bringen. Dazu wurden die Fensterflächen erweitert, beengte Raumsituationen zusammengeführt und zur Belichtung hin geöffnet (verwinkelte Räume zusammengelegt). Eine eingeschobene, 2 m hohe Badbox bildet neben einer satinierten Glaswand den Raumteiler zwischen den beiden in Längsrichtung zum Licht angeordneten Kinderzimmern. Durch die reduzierte Höhe der Nasszelle wurden Oberlichten möglich, welche ebenfalls Tageslicht auch in den hinteren Raum gelangen lassen. Zusammen mit neu geschaffenen separaten Zutrittsmöglichkeiten bildet hier das gemeinsam genutzte Bad den Brückenschlag zwischen den getrennten Kinderzimmern.

Das Leben im Altbau wurde so für alle Beteiligten optimiert: Offene, lichtdurchflutete Wohnbereiche zum Einen und generationengerechte Sphären zum Anderen.

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